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ADHS-Diagnostik im Erwachsenenalter

Viele Erwachsene erleben über Jahre hinweg Schwierigkeiten im Alltag, im Beruf oder in Beziehungen – ohne eine klare Erklärung dafür zu haben. Hinter diesen anhaltenden Herausforderungen kann sich eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verbergen, die im Kindesalter nicht erkannt wurde und bis ins Erwachsenenalter fortbesteht.

Was ist ADHS?

ADHS ist eine neuroentwicklungsbedingte Störung, die mit Veränderungen in der Aufmerksamkeitsregulation, Impulskontrolle und Selbstorganisation einhergeht. Während sie im Kindesalter häufig durch ausgeprägte Hyperaktivität auffällt, zeigen sich im Erwachsenenalter meist andere Aspekte – insbesondere Schwierigkeiten mit Konzentration, Impulsivität, innerer Unruhe und der Strukturierung von Alltag und Aufgaben.

Mögliche Anzeichen bei Erwachsenen

  • Schwierigkeiten, die Aufmerksamkeit über längere Zeit aufrechtzuerhalten
  • schnelles Abschweifen der Gedanken
  • Probleme mit Organisation und Zeitmanagement
  • Aufschieben von Aufgaben und Schwierigkeiten, diese abzuschließen
  • impulsives Handeln oder vorschnelle Entscheidungen
  • anhaltende innere Unruhe oder innere Getriebenheit
  • emotionale Schwankungen und ein intensives Erleben von Gefühlen
  • Vergesslichkeit bei alltäglichen Aufgaben

Warum eine Diagnostik?

Viele Betroffene erhalten die Diagnose erst spät, da die Symptome lange nicht eindeutig zugeordnet werden oder sich im Laufe der Zeit verändern. Häufig haben sich bereits Strategien entwickelt, um die Schwierigkeiten auszugleichen – gleichzeitig bleibt jedoch oft ein Gefühl, dauerhaft „mehr leisten zu müssen“ als andere.

Viele berichten, dass die Diagnosestellung zunächst vor allem eines bringt: Entlastung. Eigene Erfahrungen lassen sich rückblickend besser verstehen und einordnen – nicht als persönliches Versagen, sondern als Ausdruck eines nachvollziehbaren Musters.

Eine fundierte klinisch-psychologische Diagnostik hilft dabei, diese Zusammenhänge einzuordnen. Sie erfolgt strukturiert und orientiert sich an wissenschaftlichen Leitlinien. Ziel ist es, ein klares Bild Ihrer individuellen Situation zu gewinnen und mögliche andere Ursachen sorgfältig auszuschließen.

Diagnostische Methoden

  • 1Ausführliches klinisch-psychologisches Gespräch
  • 2Standardisierte Fragebögen und Selbstbeurteilungsinstrumente
  • 3Leistungsdiagnostische Testverfahren
  • 4Sorgfältige Differentialdiagnostik zur Abgrenzung von anderen Ursachen
  • 5Einbeziehung der Lebensgeschichte und aktueller Lebensumstände

Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiedererkennen, freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

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